Tatort Frisiersalon
thermenaufenthalt am 22. December 2009 um 17:01Welche Frau kennt nicht das Gefühl, völlig enttäuscht den Frisiersalon zu verlassen. Entweder hat die Frisörin wieder einmal zu viel Haarlänge weggeschnitten, als sie sollte, oder die neue Haarfarbe sieht ganz anders aus, als man erwartet hat. Das Thema „Frisör“ ist kein einfaches. Mittlerweile gibt es schon Frauen, die vor dem Werkzeug des Frisörs mehr Angst haben, als vor jenem des Zahnarztes. Mit Farben verhält es sich nicht ganz so tragisch, als mit der gemeinen Schere. Über Farben kann man ein wiederholtes Mal färben, auch wenn dieses Prozedere die Haare schwer beschädigen kann. Aber was weg ist, ist weg und abgeschnittenes Haar kann nicht so einfach wieder hinzugefügt werden. Die Frage dabei ist immer, wie man sich als gelernter Frisör so verschätzen kann. Liegt es daran, dass die Haare meist in nassem Zustand geschnitten werden und sich in trockenem Zustand wieder leichte Wellen bilden, sodass das Haar natürlich kürzer aussieht? Oder liegt es einfach am geschulten Auge des Frisörs? Er erkennt wahrscheinlich, dass eigentlich mehr geschnitten gehört, als nur die Spitzen. Aber wäre es richtig, dann einfach mehr wegzuschnipseln? Wie gesagt, das Thema „Haare“ ist kein leichtes und wird vor allem von Männern unterschätzt. Aber sie können hier, ohne jetzt diskriminierend zu sein, nicht wirklich mitreden. Jene Männer, die Stunden vor dem Spiegel verbringen, stellen immer noch die Minderheit dar. Die meisten Männer kämmen ihre Haare morgens einmal durch und das war’s dann.
Frauen mit Langhaarfrisuren stehen generell oft im Zwiespalt. Möchte ich mal etwas Neues ausprobieren? Oder soll ich lieber so bleiben wie ich bin? Natürlich möchte man einmal seinen Typ verändern, aber seine geliebten langen Haare abzuschneiden, ist meist nur der allerletzte Ausweg. Es ist dann in Etwa so, als würde man drei Jahre seines Lebens einfach wegschneiden und das tut nun mal weh.
